Autorenlesung mit Jana Simon

In jeder Biographie spiegelt sich die Welt. Und in jeder Biographie spiegelt sich die Wirklichkeit eines Landes. So zeichnet die bekannte Journalistin Jana Simon anhand verschiedener Lebensgeschichten ein
differenziertes Bild Deutschlands, das die Wucht der Veränderungen in den letzten Jahren eindrücklich wiedergibt. Die Wirtschaft wächst, die Welt bewundert Deutschland für seine Kraft, Stabilität und Weltoffenheit.
Zugleich schrumpft die Mittelschicht, die sozialen Aufstiegschancen sind, verglichen mit anderen westlichen Ländern, gering. Und die AfD sitzt nun im Bundestag. Ein großer Teil der Deutschen steht – unabhängig davon aus welcher Schicht sie kommen – unter erheblichem Druck. Was bedeutet das für das Leben Einzelner und für das ganze Land?
Jana Simon, Jahrgang 1972, studierte Osteuropawissenschaften, Politologie und Publizistik in Berlin und London. Mit ihren Recherchen zu Dieter Wedel und den Vorwürfen der sexuellen Belästigung durch drei
Schauspielerinnen gelang Jana Simon und Annabel Wahba für das »ZEIT Magazin« ein aufsehenerregender Scoop. Bekannt ist sie für ihre einfühlsamen Porträts und ungewöhnlichen Reportagen, die auch durch ihre Intensität beeindrucken.
Von 1998 bis 2004 war sie Reporterin beim »Tagesspiegel«. Seit 2004 ist Simon Autorin bei der »Zeit« in Berlin. Für ihre Reportagen erhielt sie zahlreiche Preise, u.a. den Theodor-Wolff-Preis, den Axel-Springer-
Preis und den Deutschen Reporterpreis. Ihr Buch »Sei dennoch unverzagt. Gespräche mit meinen Großeltern Christa und Gerhard Wolf« (2013) war ein Bestseller.

Die Lesung wird gemeinsam von der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, der Kulturdirektion und der Stadtbücherei Weimar veranstaltet.

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